Über mich also?

Naja, was gibt es da zu erzählen als das Übliche über Autoren?

Schon mit 6 wollte ich Dichterin werden, dann Autorin, dann Journalistin und dann wieder Autorin…

Ihr seht wo das hinführt, oder? Kennen wir alles schon.

Also womit füllen wir jetzt diese hübsche, viel aufgerufene Seite?

Mal überlegen.

Vielleicht machen wir es anders.

Ich erzähle euch nicht, wo ich geboren und unter welchen Umständen ich gelebt habe. Wie ich zum Lesen und zum Schreiben gekommen bin – denn das ist eigentlich ganz einfach und wie bei allen anderen Autoren: Irgendwann in meinem Leben habe ich meine Liebe zum Lesen und zum Schreiben entdeckt und bin sie seitdem nie wieder losgeworden.

Also, lasst uns woanders anfangen, um mich besser kennenzulernen. Und zwar am Ende.

Denn ein Ende muss nicht zwangsläufig traurig sein – ganz im Gegenteil, wie ich glaube.

Hier also mein Wunsch-Ende für mein Leben:

Wenn ich irgendwann alt und grau bin und vielleicht mal alleine lebe, dann bitte in einem tiny house am Strand, natürlich in erster Meerlinie.

Ich hätte lediglich Besteck und Geschirr aus Plastik (oder Bambus!) – da mir jetzt schon mit nichtmal 30 alles mögliche zu Bruch geht. Ich hätte nur einen Löffel, nur eine Gabel, nur einen Teller und einen Becher. Meine Gäste wären herzlich willkommen, aber sie müssten Pappgeschirr mitbringen, oder eben Porzellan – nur dürfte ich es niemals in die Finger bekommen. 😉

Mein Häuschen würde ich mir mit meinem Galgo Español-Hund teilen und mit meinen zwölf Katzen. Und meinen Garten mit einer Zwergziege und einem zotteligen Esel. Vielleicht hätte ich ein kleines Antiquariat, in dem ich Bücher aus echtem Papier verkaufe – auch wenn alle jungen Leute das sicher sehr komisch fänden.

Vielleicht wäre ich eine liebenswürdige schrullige alte Autorin mit zu viel Tieren in Haus und Garten und Katzenhaaren auf der Kleidung. Vielleicht hätte ich endlich einen grünen Daumen und einen kleinen Kräutergarten.

Vielleicht, vielleicht. Aber mit Sicherheit wäre ich eine schrullige alte Autorin, die die Salzbrise einatmet und barfuß über den Strand läuft. Also eigentlich genauso wie jetzt.

Barfuß. Immer barfuß. Denn wozu sind wir denn sonst fähig Hornhaut zu bilden?